Informationskompetenz ist eine Schlüsselqualifikation. Die Industrie erwartet informationskompetente Menschen als Ergebnis der Ausbildung an den Hochschulen. Fähigkeiten zum selbstgesteuerten Informieren und Lernen, Selektionsfähigkeit und der kompetente Umgang mit den neuen Medien (Informationsdokumentation und -aufbereitung) sind angesichts des rasanten Wissenswandels unverzichtbar! Neben der Kenntnis effizienter Recherche – und Navigationsstrategien umfasst Informationskompetenz vor allem die Kreativität, den eigenen Informationsprozess bewusst und bedarfsgerecht zu gestalten.
Informationskompetenz hat also eine methodische Komponente – diese umfasst die Kenntnis von Informationsquellen (Nachschlagewerken, Bücher, Zeitschriften, Datenbanken usw.) und die Fähigkeiten mit diesen umzugehen (Recherche- und Navigationsstrategien), eine Reflektions-Komponente (im Sinne des englischen “critical thinking”) und eine dritte, eher inhaltliche Komponente, die man so bezeichnen kann: “Informationskompetenz 2.0 umfasst mehr als Lernen mit Information, es ist verstärkt Lernen über Information”. Andere Aspekte von Informationskompetenz wie ein kritisches Bewusstsein vor allem bezüglich sozialer, ethischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Belange der Nutzung von Informationen werden also immer wichtiger.